Die Anatomie der Melancholie

und ihre Bedeutung für den Einzelnen

Die Anatomie der Melancholie

und ihre Bedeutung für den Einzelnen

Wir haben uns im Rahmen des Kurses Innovative Storytelling in Digital Media mit dem Projekt “Die Anatomie der Melancholie” von Hannah Häseker beschäftigt. Das Projekt umfasst eine Fotostrecke von 39 Fotos, die in einem sehr einzigartigen Stil Hannahs Vorstellung von Melancholie darstellen sollen. Da Melancholie aber für jeden etwas anderes ist, haben wir 39 Definitionen von Personen in unserem Umfeld gesammelt. Jeweils passend zum Zitat sind Hannahs Bilder zugeordnet. Da Melancholie, nach unserem grob in der Gruppe formulierten Begriff, eine Stimmung ist, in die man sich selber auch versetzen kann, liefern wir mit Gegenständen, Songs und Orten die “Zutaten” zum Gefühl Melancholie. Die fertige Website dient dem Betrachter, sich in seiner Stimmung nicht alleine zu fühlen, diese aber auch zuzulassen.

Um sich auf der Website zurechtzufinden, sollte man runterscrollen und die Bilder mit samt Zitaten auf sich wirken lassen. Bei Interesse kann ein Button unter dem Foto angeklickt werden. Den Link zur kompletten Playlist findet man hier.

"Melancholie ist für mich ein Zustand, in dem ich neben mir stehe und gleichzeitig alles an negativen Gedanken zulassen kann, um wieder glücklich zu werden."

Lisa, 17 Jahre

"Die Melancholie ist ein wohliges milchig-graues Tuch welches einem umhüllt. Sie kann herbeigezogen werden oder spontan anklopfen."

Max, 24 Jahre

"Meist eine Mischung aus Einsamkeit und in verlorenen Erinnerungen schweben und das Gefühl nicht ganz erfüllt zu sein."

Sean, 23 Jahre

"Das Kontrastieren eigener vergangener Lebensabschnitten mit milder Selbstteflexion."

Michel, 21 Jahre

"In einem melancholischen Moment fühlt man den Schmerz und vergibt ihm gleichzeitig."

Paolina, 24 Jahre

"Ich möchte dann meistens immer alleine sein und mich in meinen Gedanken verlieren."

Anna, 23 Jahre

"Melancholie ist eine Mischung aus Traurigkeit, Nachdenklichkeit, Entschleunigung, das Innehalten einiger Gedanken."

Julia, 27 Jahre

"Ich lebe es aus durch Musik, anschauen von Fotos oder Spaziergänge gern bei Wind oder Regen."

Marie, 23 Jahre

"Melancholie ist, wenn man traurig ist, das aber irgendwie ok ist. Ich sitze allein im Bett, esse Nudeln und gucke sinnlose Videos."

Giulia, 20 Jahre

"Ich denke an Abende mit meiner Großmutter zurück, an denen sie mir von ihrer Vergangenheit erzählt. Abende an denen wir Tee trinken und über die Dinge reden, die sie erlebt hat."

Tom, 25 Jahre

"Wenn ich melancholisch bin, ist alles dunkel, meine Gedanken, meine Stimmung sind düster."

Georgia, 30 Jahre

"Spontan würde ich sagen: Melancholie ist eine getrübte und von Pessimismus geprägte Stimmung."

Henry, 26 Jahre

"Melancholie bedeutet für mich Traurigkeit, die sich wie Nebel um mein Herz legt und auch was Schönes und Angenehmes hat."

Keona, 24 Jahre

"Melancholie ist für mich ein Gefühl der Traurigkeit, das aber nicht unbedingt negativ behaftet ist. Es kann durchaus etwas schönes sein, wenn man sich dessen bewusst ist und sich damit auseinandersetzt."

Desi, 18 Jahre

"Melancholie für mich ist eine nachdenkliche Grübelstimmung. Meist im Herbst an einem kühlen verregneten Sonntagnachmitag."

Danyal, 22 Jahre

"Bei Regen aus dem Fenster starren und viele Zigaretten rauchen."

Henriette, 23 Jahre

"Die Welt bekommt eine besondere Ästhetik, weil man sie durch andere (melancholische) Augen sieht."

Tim, 24 Jahre

"Oft sitze ich auch einfach gerne zuhause, höre alleine Musik und rauche Zigaretten, während ich träume."

Robin, 27 Jahre

"Ich versuche sie zu unterdrücken - gar nicht erst aufkommen zu lassen. Sollte es doch passieren, dann bin ich am Arsch."

Beate, 19 Jahre

"Wenn etwas eine gute oder schlechte Erinnerung auslöst, die dich traurig und leer fühlen lässt."

Coline, 28 Jahre

"Melancholie ist wie eine schöne Art der Trauer, in Erinnerungen zu schwelgen, an schöne, berührende Momente zu denken und dabei zu weinen."

Kim, 24 Jahre

"Bei mir in der Nähe ist ein kleiner See an dem ich als Kind oft war. Wenn ich mich melancholisch und perspektivenlos fühle, gehe ich gerne dahin zurück."

Jonas, 20 Jahre

"Augen zu und ab in die Gedanken."

Rita, 22 Jahre

"Melancholie ist für mich kein negatives Gefühl, sondern kann auch etwas Schönes, Romantisches haben."

Tim, 27 Jahre

"Melancholie verbinde ich oft mit Spätherbst und Weltschmerz."

Daniel, 24 Jahre

"Melancholie ist für mich ein süsser Schmerz, den man auch geniessen kann, um etwas zu verarbeiten und den Dingen ihren Raum zu geben."

Johanna, 18 Jahre

"Für mich ist Melancholie kein Zustand von Traurigkeit, sondern wenn ein äusserer Einfluss mir das Gefühl gibt, traurig sein zu müssen. Also sich traurig fühlen, ohne wirklich traurig zu sein."

Linus, 28 Jahre

"Alleine im Bett liegen und Indie hören."

Riccardo, 21 Jahre

"Den Klängen zu passender Musik lauschen, dazu auf dem Sofa liegen, die Decke mustern und die Gedanken kreisen lassen."

Max, 28 Jahre

"Melancholie ist das Nachdenken über etwas, das mich traurig macht oder belastet und das daraus ergebende Gefühl."

Anna, 22 Jahre

"Für mich ist Melancholie ein Zustand, in dem ich mich aus der Aussenwelt zurückziehen will, nicht so viel sprechen mag, irgendwie näher bei mir selber bin."

Meret, 27 Jahre

"Fensterbank."

Leon, 25 Jahre

"Ein Gefühl ähnlich wie auf einem Dachboden...ein Mix aus Nostalgie, Traurigkeit und Hoffnung."

Kevin, 21 Jahre

"Einem Spaziergang in der Natur frönen. Sich den Gedanken, der Tiefe und der Umgebung hingeben."

Max, 19 Jahre

"Ein grauer Schleier über der Welt."

Viola, 24 Jahre

"Manchmal suche ich ruhige Orte (Elbufer, Alster oder sowas) auf."

Anne, 26 Jahre

"Ich habe das Bild eines in Licht getauchten, alten Dachbodens vor mir. Da flirrt der Staub in einem gleißenden, schemenhaften Licht."

Hannah

"Altes zieht mich an, Sachen von meiner Oma, alles was so an's Vergangene erinnnert. Kerzen und das Meer vielleicht, so die elementaren Dinge der Erde."

Paolina, 24 Jahre

"Melancholie ist ein Gefühl von einer etwas tieferen Traurigkeit, die kommt wie ein Regenbogen: Manchmal wenn sie da ist, ist sie schön, manchmal etwas trauriger."

Melina, 25 Jahre